30 Jahre Deutsches Ärzteschach – ein Jubiläum

30 Jahre Deutsches Ärzteschach – ein Jubiläum

von Dr. Helmut Pfleger

Nun ist also schon die 30. Deutsche Ärzteschachmeisterschaft Geschichte – davon deren
letzten drei allesamt unter Pandemiebedingungen mit den entsprechenden Einschränkungen
und bei manchem auch Befürchtungen. Was naturgemäß auch zu einer geringeren
Teilnehmerzahl führte, immerhin waren aber diesmal vom 18. – 20. März in Bad Homburg
schon wieder über 92 gekommen – mal schauen, was uns das Coronavirus im nächsten Jahr
beschert … oder besser nicht beschert! In jedem Fall können sich die Ärzte nach der
liebenswürdigen Einladung durch OB Alexander Hetjes wieder auf Bad Homburg freuen, die
einzige kleine Meinungsverschiedenheit gab es bei der Eröffnung am Freitagabend zwischen
diesem und dem Präsidenten von MedChess e.V., Prof. Krauseneck aus Bamberg, welches die
schönste Stadt Deutschlands sei. Salomonisch einigte man sich darauf, dass beide
wunderschön seien.
Immerhin gibt es drei Ärzte, die seit dem ersten Mal 1993 in Baden-Baden immer dabei
waren: Prof. Dr. med. Peter Krauseneck, Dr. med. Martin Schaefer und Dr. med. Branko
Spasojevic.
Wobei Letzterer in nimmermüder Kleinarbeit und nächtelanger Internetrecherche fast alle
bisherigen 728 (!) TeilnehmerInnen ausfindig gemacht und deren Fachrichtungen zugeordnet
hat – das war wie „eine zweite Doktorarbeit“ (Spasojevic)! Ganz sicher eine gelungene, denn
künftig kann man immer auf diesen Schatz, der „Licht in ein 30-jähriges Ärztedunkel bringt“,
zurückgreifen. Und muss sich nicht – wie ich wiederholt – verwundert fragen, warum
ausgerechnet die Neurologen (Prof. Krauseneck ist beispielsweise einer) oft so gut
abschneiden und dafür besondere zerebrale Synapsenverbindungen vermuten, sondern kann
aus der Statistik ablesen, dass diese schlichtweg nach den Internisten und Allgemeinärzten die
dritthäufigste Teilnehmergruppe darstellen.
Zum Dank für diese Herkulesarbeit gab es eine wunderbare, vom „Künstler-Arzt“ Dr. med.
Jan Wähner gestaltete Skulptur, bei der sich eine Äskulapschlange um einen König windet –
ein perfektes Symbol fürs Ärzteschach!
Jetzt wird jemand gesucht, der diese für das Ärzteschach nicht nur höchst verdienstvolle,
sondern auch identitätsbildende Arbeit von Dr. Spasojevic fortsetzt – schließlich soll das
Ärzteschachturnier noch lange leben. Ad multos annos!
Solch ein Turnier lebt natürlich neben spannenden Partien, schönen Kombinationen und
gelegentlich auch groben Patzern von der besonderen Atmosphäre und den vielfältigen
Begegnungen und – gar nicht selten – Freundschaften, die dort geknüpft werden.
Sie sind der eigentliche Kitt, der so viele zu „Wiederholungstätern“ macht und alljährlich
gerne wiederkommen lässt. So war es für mich umgekehrt sehr schmerzlich, nach meiner
Rückkehr nach Hause am Sonntagabend zu erfahren, dass Prof. Dr. med. Eberhard Schwinger
aus Lübeck just am Freitag, dem Eröffnungstag, verstorben war. Wie gerne erinnere ich mich
unserer morgendlichen Plaudereien „über Gott und die Welt“ im Swimming Pool vor
Turnierbeginn, bei denen ich von diesem feinsinnigen Menschenfreund und renommierten
Humangenetiker erfuhr, dass die Maus mit 33.000 Genen zumindest quantitativ besser als der
Mensch mit nur 28.000 ausgestattet sei – allerdings hat sie offenbar kein Schachgen.

In den frühen 60er Jahren war dieser Kosmopolit als stud. med. Betreuer auf einer
Ausgrabung des Deutschen Archäologischen Instituts in Westpersien und konnte einem von
einer Giftschlange gebissenen persischen Helfer (damals dort ein sicheres Todesurteil) mit
einem polyvalenten Schlangenserum helfen, so dass dessen schon vorbereitetes Grab wieder
zugeschüttet werden konnte. Woraufhin die ganze Umgebung all ihre Kranken, die mühselig
und beladen waren, zu diesem Wunderheiler alias stud. med. brachte – ich stelle mir dies wie
einst bei Jesus Christus vor.
Aus dieser Zeit blieben bei ihm einige persische Brocken hängen, so dass er – wir sind immer
noch im Swimming Pool – Dr. Bawandi stilgerecht mit „Daste shoma dard nakoneh“ (möge
Ihre Hand nicht schmerzen!) begrüßen kann, worauf dieser entsprechend antwortet: „Sare
shoma dard nakoneh“ (Und auch nicht Ihr Kopf!). Das kann jeder gebrauchen, zumal bei
einem Schachturnier.
Natürlich konnte er sich auch mit Dr. med. Gunnar Riemer (schon wieder ein Neurologe!),
der als Kind jahrelang in Teheran auf die Deutsche Schule ging, über dieses wunderbare Land
austauschen. Dieser wiederum brachte mir jetzt beim Turnier das von ihm selbst übersetzte
Gedicht „Die Quelle und der Stein“ vom ‚König der Dichter‘ Mohammad-Taqi Bahar und
persisches Zuckergebäck von einem Besuch in Isfahan mit. Aus dieser einzigartigen Stadt,
aus der mein leider schon vor Langem verstorbener Freund Dr. med. Modjtaba Abtahi
stammte, der als Studentenführer vor dem Schah (man beachte die etymologische
Verwandtschaft mit „Schach“ = König) nach Deutschland floh und auch später, diesmal
wegen seiner Gegnerschaft zu Khomeini, nicht in sein Heimatland zurückkonnte, mit dem
zusammen ich in Erlangen studierte, der später Chef der Unfallchirurgie im Prosper-Hospital
in Recklinghausen werden sollte und der mit seinem orientalischen Humor viele
Ärzteschachturniere bereicherte.
So spinnt und spann sich über all die Jahre auch ein deutsch-persisches Geflecht. Vergessen
wir nicht, dass einst im frühen Mittelalter das Schachspiel von Indien nach Persien (und von
dort über Arabien nach Südeuropa) kam, wie der große persische Geschichtsschreiber
Firdausi um das Jahr 1000 im „Buch der Könige“ berichtet – ansonsten gäbe es jetzt vielleicht
kein Ärzteschachturnier?!
Aber es spinnen sich auch immer wieder neue Geflechte, die den Reiz des Menschseins
überhaupt und den besonderen Reiz des Ärzteschachturniers voller vielfältiger Begegnungen
ausmachen.
Und gar nicht selten auch unmittelbar nützlich sind. So entdeckt der Hautarzt Dr. med.
Matthias Birke bei mir wieder eine neu aufgeflammte Aktinische Keratose und empfiehlt mir
die gleiche Therapie, die trotz oder vielmehr gerade wegen einer starken Immunreaktion
schon vor drei Jahren erfolgreich war. Oder der Augenarzt Dr. med. Hans-Joachim Hofstetter
kann beim abendlichen Essen den Onkologen Dr. med. Dieter Hardt bei dessen
Augenproblem beruhigen. Oder der Kardiologe Dr. med. Patrick Stiller kann dem
Allgemeinarzt Dr. med. Matias Jolowicz bei einem plötzlich während der Partie aufgetretenen
symptomatischen Vorhofflimmern (ich kann Lieder davon singen) etwas verschreiben, so
dass dieser bald darauf wieder frohgemut mit einem Sinusrhythmus comme il faut durch die
Gegend läuft.
Nicht immer freilich läuft es so glimpflich ab. So hatten der mehrfache Landesmeister von
Mecklenburg-Vorpommern und zweimalige Sieger des Ärzteschachturniers, Dr. med. Hannes

Knuth, und Dr. med. Jens-Frieder Mükke schwere Verkehrsunfälle mit einer langwierigen
und teilweise auch andauernden Beeinträchtigung. Dennoch waren beide auch heuer wieder
dabei. Natürlich ist die unschätzbare Unterstützung durch ihre Ehefrauen, beide selbst
Ärztinnen, von größter Wichtigkeit, aber Schach als Heilmittel kann vielleicht auch sein
kleines Scherflein zur Gesundung und zur Lebensgestaltung beitragen. Wie schrieb doch der
große spanische König Alfons X. der Weise schon 1283: „Schach bietet dem Menschen
Zerstreuung, wenn Kummer und Schmerz ihn zu übermannen drohen.“
Immer wieder schön ist es, wenn junges Leben durch Spielsaal und Foyer tobt und zuweilen
auch lärmt; unwillkürlich denkt man, dass einem bei solchem Nachwuchs um die Zukunft
nicht bange sein muss. Seien es die Sprösslinge einiger jüngerer KollegInnen, seien es die
Enkel vom ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur des Deutschen Ärzteblatts und
Begründer des Ärzteschachturniers, Josef Maus, der als „Kommunikator“ mit seiner Familie
nach wie vor eine „Säule“ des Turniers ist, wovon nicht zuletzt dankbare TeilnehmerInnen
des Begleitprogramms – diesmal ging es ins Schloss – zu berichten wussten.

Aber natürlich wurde zu allererst Schach gespielt.
Nach der wie stets launigen Begrüßung durch OB Alexander Hetjes (der sich offenbar sowohl
in und mit seiner Stadt als auch mit den schachspielenden Ärzten wohlfühlt), der aber
durchaus auch den furchtbaren Krieg in der Ukraine ansprach, gab es wie stets alternativ ein
Simultanspiel oder Blitzschachturnier.

Das doppelte Simultanspiel in Aktion


Beim Simultan, das diesmal mein alter Freund Vlastimil Hort (einst einer der besten Spieler
der Welt, der bei einem früheren Ärzteschachturnier auch schon an 10 Brettern blindsimultan
spielte) und ich gemeinsam bestritten, indem wir alternierend zogen (jeder der Ärzte hatte es
also quasi mit zwei Köchen zu tun), mussten wir an 22 Brettern neben einigen Remisen auch
drei Mal aufgeben.
Gegen Dr. med. Ulrich Weiß aus Lemgo gingen wir gar in einem Mattangriff unter:


(wKg1, De2, Td2, Tf1, Lc2, Sd1, Ba4, b3, c4, e4, f2, g2, h3;
sKg8, De7, Tf8, Tf4, Lg7, Se5, Ba6, b7, c5, d6, e6, g6, h7)

Nach dem schönen Springeropfer 1…Sf3+! hätten wir nur mit der Qualitätsaufgabe nach
2.Kh1 Sxd2 auf ein längeres, wenn auch unerfreuliches Überleben hoffen können. Nach
2.gxf3 Dg5+ 3.Kh1 (3.Kh2 Le5 4.Tg1 Txf3+) Th4 4.Kh2 Le5+ nebst Matt in zwei Zügen
gab es hingegen ein Ende mit Schrecken.
Anlässlich dieses besonderen Simultanspiels hatte die weltweit führende Firma Chessbase in
Hamburg dankenswerterweise für jeden unserer Gegner unsere gemeinsame DVD „Moderne
Klassiker“ gespendet.

Beim gleichzeitigen Blitzschachturnier „wütete“ Prof. Krauseneck mit 10,5 Punkten aus 11
Partien schier unter seinen Gegnern, unter anderen dem schon fünfmaligen Sieger des

Ärzteschachturniers Dr. Stiller. Einmal mehr bewies der Neurologieprofessor aus Bamberg,
immerhin auch schon zwei Mal Sieger des Ärzteschachturniers, sein großes
Schachverständnis. Doch eine Schwäche gibt es bei ihm sehr wohl zu beklagen: In seiner
Partie gegen den Fide-Meister Dr. med. Amir Rezazadeh im „Hauptturnier“, die er im
Übrigen „hochverdient“ verlor, hätte er, allerdings schon in beiderseitiger Zeitnot, einzügig
(!) mattsetzen und so die Partie „auf den Kopf stellen“ können. Das muss er offenbar noch
üben, nachdem er in Bamberg bei einem Sportfest, an dem auch der Schachclub 1868
Bamberg teilnahm, eine Unzahl von einzügigen Matts, die er selbst hätte geben können,
übersah und sich ausgerechnet von einem leibhaftigen Esel selbst einzügig mattsetzen ließ –
alles dokumentiert mit Bild im „Fränkischen Tag“ – „Esel setzt Professor matt!“
Im Gegensatz zu solch eklatanter Bamberger Schwäche löste beim Abendessen die badische
Delegation sogar ein „Matt in 2“ mit leichter Hand. Nicht nur deshalb können wir froh sein,
dass wir praktisch seit Anbeginn diese tüchtige Badenser Turnierleitung mit Jürgen Damman,
Alexander Krauth, Reinhold Faißt und Irene Steimbach haben, die alle Probleme souverän
meistert.

Ebenso souverän wie Prof. Krauseneck im Blitzschachturnier „spazierte“ der Fide-Meister Dr.
med. Enrico Marchio im eigentlichen Hauptturnier der 30. Deutschen Ärztemeisterschaft –
wie immer mit neun Schnellschachpartien – mit 8,5 Punkten aus 9 Partien durch die Reihen
seiner Gegner – erst in der letzten Partie war sein Siegeshunger gestillt und gab er sich mit
einem Remis zufrieden. Auch hier ist alles Nähere aus der Tabelle zu ersehen.

Natürlich ist – als integraler Bestandteil der Ärzteschachmeisterschaften und quasi als
conditio sine qua non – der Buchstand des Schachehepaars Manfred und Monika Mädler, bei
dem man zwischen den Runden wunderbar stöbern kann, nicht wegzudenken – auch wenn ich
diesmal den ewigen Ladenhüter „Der Arzt im Schachspiel“ vergeblich suchte.
Vor allem dank des Kollegen und Diabetologen Dr. med. Richard Berthold unterstützt
erfreulicherweise die Firma Prowin seit Jahren das Ärzteschachturnier mit kleinen Gaben für
jedermann und einem ansehnlichen Geldbetrag. Bei dieser „Gebefreudigkeit“ sei nicht
vergessen, dass allen teilnehmenden Ärzten als Erinnerung zum 30-jährigen Jubiläum das
prächtige Buch Wie aus Träumen Traditionen wurden – 100 Jahre Schachturnier in Hastings
überreicht wurde.

Und nicht vergessen sei die vorzügliche Unterbringung in den beiden „Schachhotels“, dem
Maritim und Park-Hotel – das letztere mit der Besitzerfamilie Petry hat im Lauf der Jahre
schon viele hochkarätige Schachturniere, teilweise mit den stärksten SpielerInnen der Welt
veranstaltet.
Zum Abschluss (weitere kleine Schlaglichter werden folgen) noch eine kleine, gefällige
Kombination von Dr. Mükke gegen eine der beiden teilnehmenden Damen, Dr. med. Irina
Mattiesen:


(wKg1, Df5, Td1, Tf1, Ld2, Sh5, Ba3, c3, c2, f2, g2, h2;

sKe7, Df8, Ta8, Th8, Lb6, Sc6, Ba7, b7, e5, g5, h6)

Wie konnte der passionierte Schachsammler Dr. Mükke aus Naumburg als Weißer am Zug
ganz schnell gewinnen?
Lösung:
Mit dem Läuferopfer 1.Lxg5+! Nach 1…hxg5 2.Dd7 war der in der Mitte hängengebliebene
schwarze König matt.

Hygieneschutzkonzept 2022

Hygieneschutzkonzept Ärzteschachturnier 18. – 20.  3. 2022 im Kurhaus Bad Homburg:

Teilnehmen darf nur, wer sich an dieses Konzept hält und die üblichen Corona- Ausschlusskriterien erfüllt:

  1. Keine aktive Covid-Erkrankung
  2. Keine Quarantänemaßnahme
  3. Keine Covid-assoziierte Symptome (akute, unspezifische Allgemeinsymptome, Geruchs- und Geschmacksstörungen, akute respiratorische Symptome jeder Schwere)
  4. Ausgefülltes und unterschriebenes Gesundheitsregistrierungsformular

Es gilt die 3 G Regel, d.h. geimpft, genesen oder getestet.

Wer nicht geimpft oder im Genesenenstatus (bis 90 Tage nach abgeschlossener Erkrankung – negativer Test) ist, benötigt einen tagesaktuellen offiziellen negativen Coronatest oder Selbsttest unter Aufsicht der Organisatoren. Gültigkeit PCR-test 48 h, Schnelltest und Selbsttest 24 h. Da das Turnier Sonntag bis 15.30 Uhr beendet sein wird, genügen z.B. 2 Schnelltests am Freitag und Samstag Spätnachmittag.

Da Schach Sport ist, dürfen wir bei der Sportausübung am Schachbrett näher als die 1.5m beieinander sein, die ansonsten überall gelten. Am Brett gilt von daher keine Maskenpflicht.

Außer beim Spiel am Brett und beim Essen gilt überall die Abstandsregel von 1,5m und FFP-2 Maskenpflicht

Direkter Körperkontakt wie Händeschütteln und Umarmen ist nicht erlaubt.  Husten- und Niesetikette einhalten!

Vor jedem neuen Betreten des Spiellokals und vor jeder neuen Runde, auch beim Blitzturnier, sind die Hände zu desinfizieren!

Dieses Konzept gilt auch für Begleitpersonen.

Weitere Details sind dem umfassenden Konzept des Kurhauses Bad Homburg zu entnehmen.

30. Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte

18. bis 20. März 2022 in Bad Homburg v.d.H.
Kurhaus – Hotel Maritim

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schachfreunde und -freundinnen,
wir sind zuversichtlich, dass wir uns trotz Corona-Pandemie und Omikron-Variante zu unserem Jubiläums-Ärzteturnier im März wieder in Bad Homburg sehen können! Die 4. Welle wird sicherlich abgeklungen sein, so dass wir uns mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gefahrlos treffen können sollten.

Der Verein Medchess e.V. lädt daher zum 3. Mal als Veranstalter zur nun schon 30. Ärztemeisterschaft im Schnell- und Blitz-Schach zum März 2022 wieder nach Bad Homburg v.d.H. ein, erneut unter der großzügigen Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Alexander Hetjes.

Das bewährte Team mit GM Dr. Helmut Pfleger – zusammen mit Josef Maus die Seele unseres Turniers – , Hauptschiedsrichter Jürgen Dammann, Reinhold Faißt, Irene Steimbach und dem Schachversand Mädler bleibt erhalten.
Wir dürfen dank Alexander Krauth als sehr große Hilfe wieder auf die logistische Unterstützung des Deutschen Ärzteblatts zählen. Ihm und Josef Maus verdanken wir auch die monatliche Durchführung unserer Ärzteblitzturniere.

Sie finden Satzung und Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder des Vereins auf unserer Homepage www.aerzteschach.de, wie auch as Aufnahmeformular und die Einladung zur Mitgliederversammlung am 19.3.22, 18.30 Uhr im Kurhaussaal mit Tagesordnung.

Unserem Kollegen Jan Wähner aus Berlin verdanken wir das obige Schach-Logo und der Prowin Akademie mit ihrem Geschäftsführer Steffen Bug wieder eine namhafte Spende und praktische Unterstützung.

Der Ablauf ist wie gewohnt. Turnierzeitplan siehe unten.
Die Mitgliederversammlung des neuen Vereins „ Medchess“ findet am Samstag um 18.30 Uhr im Spielsaal statt. Sie wird nicht länger als eine Stunde dauern, so dass der Abend frei bleibt.

Freitagabend 18.3.22 um 19 Uhr: Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg, Herrn Alexander Hetjes, mit regionalem Buffet.

20 Uhr: Simultan und Blitzschach (3‘+2‘‘)

Gegen 20 Uhr schließt sich das traditionelle Simultanschach gegen unser Altmeisterpaar GM Dr. med. Helmut Pfleger und Großmeister Vlastimil Hort an. Als reizvolle Besonderheit zum Jubiläum werden die beiden dieses Jahr gemeinsam spielen und die Züge abwechselnd ausführen! Alternativ und parallel dazu findet das Blitzschachturnier statt-

Samstag: Ca. 14 -18 Uhr Ausflug für Begleitpersonen falls genügend Interesse besteht!

Sonntag: Die Siegerehrung planen wir baldmöglichst, seien Sie bitte ab 13.20 Uhr wieder im Spielsaal.

Unsere beiden Turnierhotels unterstützen uns weiterhin großzügig und biete. die gleichen Konditionen wie letztes Jahr, wofür wir uns bei Herrn Direktor Grunder vom Maritim-Hotel und der Familie Petry vom Parkhotel sehr herzlich bedanken. Im Gegenzug sollten auch wir beide Hotels unterstützen.

Ihr Organisationsteam für „Medchess“:

⦁ Prof. Dr. Peter Krauseneck Organisator, Jürgen. Dammann Hauptschiedsrichter
⦁ Turnierleitung: Jürgen Dammann, Alexander Krauth (Dt. Ärzteblatt), Reinhold Faißt.
⦁ Organisation (Damenprogramm): Schachversand Mädler, Irene Steimbach (Bad. Schachverband), Helga Krauseneck


Hotelreservierung
Zimmerkontingente zu Sonderkonditionen stehen in folgenden Hotels zur Verfügung:

Maritim Hotel Bad Homburg
Ludwigstraße 3
61348 Bad Homburg v.d.Höhe

Telefon: 06172 660-138
Telefax: 06172 660-100
Mail: reservierung.hom@maritim.de

➮Einzelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 97 Euro pro Zimmer
➮Doppelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 140 Euro pro Zimmer
Stichwort „Ärzteschach 2022“, das Kontingent steht bis 18.02.22 zur Verfügung.
Storno ist kostenfrei bis 5 Tage vor Aufenthatl möglict.

Parkhotel Bad Homburg
Kaiser-Friedrich-Promenade 53-55
61348 Bad Homburg v.d.Höhe

Telefon: 06172 / 801-0
Telefax: 06172 / 801-400
Mail: info@parkhotel-bad-homburg.de

➮ Einzelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 87 Euro pro Zimmer
➮ Doppelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 129 Euro pro Zimmer
Reservierungsnummer161.220

Die aufgeführten Zimmerpreise verstehen sich jeweils einschließlich Mehrwertsteuer und Frühstück.

Bitte beziehen Sie sich bei der Reservierung auf die Schachmeisterschaft, da Sie nur dann den günstigen Sonderpreis in Anspruch nehmen können. Außerdem bitten wir Sie, die Zimmerreservierungen so früh wie möglich vorzunehmen.

Ich freue mich auf ein gesundes Wiedersehen und auf hoffentlich zahlreiche neue Teilnehmer*innen,

Ihr Prof. Peter Krauseneck

Die Gewinner der 29. Schachmeisterschaft

Freitag 18. 3. 22 um 19 Uhr Empfang, 20 Uhr Simultan/ Blitzschach

Zeitplan Schnellturnier

Es werden insgesamt neun Runden an zwei Tagen gespielt. Die Bedenkzeit beträgt pro Spieler und Partie 25 Minuten plus 5 Sekunden Bonus pro Zug. Daraus ergibt sich folgender Zeitplan für die Meisterschaft (Änderungen an den Turniertagen vorbehalten):

Samstag, 19. März 2022

09.00 Uhr – 09.20 Uhr Begrüßung und Auslosung
09.30 Uhr – 10.30 Uhr 1. Runde
10.45 Uhr – 11.45 Uhr 2. Runde
12.00 Uhr – 13.00 Uhr 3. Runde

Mittagspause

14.30 Uhr – 15.30 Uhr 4. Runde
15.45 Uhr – 16.45 Uhr 5. Runde
17.00 Uhr – 18.00 Uhr 6. Runde

18.30 Uhr Mitgliederversammlung „Medchess“

Sonntag, 20. März 2022

09.30 Uhr – 10.30 Uhr 7. Runde
10.45 Uhr – 11.45 Uhr 8. Runde
12.00 Uhr – 13.00 Uhr 9. Runde

Siegerehrung 13.30 Uhr


Zur Anmeldung zur 30. Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte

30. Schachmeisterschaft – save the date

Prof. Dr. Peter Krauseneck, der Vorsitzende von „MedChess – Verein zur Förderung von Schach und Kultur in der Medizin“ hat schnell wieder Nägel mit Köpfen gemacht: Die 30. Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte findet vom 18. bis 20. März 2022 wieder im bewährten Bad Homburg vor der Höhe statt.

Das Programm der Jubiläumsveranstaltung steht noch nicht fest, wir informieren Sie umgehend, sobald die Details geklärt sind

„Keller und Erdgeschoss werden aktuell geräumt“

„Keller und Erdgeschoss werden aktuell geräumt“

von Re2D2

Auf Anfrage zur aktuellen Situation im ehemaligen Spielort Bad Neuenahr äußerte sich ein Sprecher der Deutschen Hospitality Gruppe sehr offen:

„Seit Donnerstagabend, den 15. Juli, ist das Steigenberger Hotel Bad Neuenahr vollständig evakuiert. Alle Gäste und Mitarbeitenden sind in Sicherheit und wohlauf. Wir haben allen Gästen Unterkünfte in unseren nächstgelegenen Hotels angeboten. Vom Eintreten des Hochwassers bis zur Evakuierung kümmerten sich der General Manager Peter Martin und sein Team um die Sicherheit der Gäste im Haus.

Im Gebäude sind besonders das Erdgeschoss und der Keller von den Folgen des Hochwassers betroffen. Von der Katastrophe betroffene Mitarbeitende erhalten gezielte Unterstützung, zum Beispiel durch Versorgungsmaßnahmen, eine interne Spendenaktion oder durch die Möglichkeit, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Im Wiederaufbau unseres Hotelgebäudes werden derzeit Keller und Erdgeschoss von Spezialfirmen geräumt. Wir tun alles dafür, baldmöglichst am Standort in Bad Neuenahr unsere Türen wieder zu öffnen und würden uns sehr freuen, wenn Sie dem Steigenberger Hotel Bad Neuenahr weiterhin gewogen bleiben und wir in Zukunft wieder Ihr Gastgeber für das Deutsche Ärzteschachturnier sein können.“

Die Terasse des Kurhauses 2013 © Jan Wähner
Das vis-a-vis liegende Hotel 2021, © Steigenberger Hotels AG.
Das Kurhaus im Frühnebel © Jan Wähner

Bad Neuenahr: Erinnerungen voller Wehmut und Dankbarkeit an 13 unvergessene Schachmeisterschaften der Ärztinnen und Ärzte

von Josef Maus ___________________________________________________ Bild oben: Das Kurhaus im Nebel 2013 © Jan Wähner

Bad Neuenahr hat wie der gesamte rheinland-pfälzische Landkreis Ahrweiler durch die Flutkatastrophe in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 2021 verheerende Schäden erlitten. Die Verwüstungen in den idyllisch gelegenen Ortschaften an der Ahr offenbaren ein Ausmaß, das kaum vorstellbar ist. Bad Neuenahr war viele Jahre lang Gastgeber der traditionellen Schachmeisterschaften für Ärztinnen und Ärzte. Ob und wann dort jemals wieder ein Ärzteturnier stattfinden können wird, ist völlig ungewiss.

Mit Entsetzen, Trauer und tiefem Mitgefühl für die Menschen in den betroffenen Regionen haben zahlreiche langjährige Teilnehmer an den Ärzteschachmeisterschaften auf die Katastrophe im Ahrkreis reagiert. Bad Neuenahr ist der Standort mit den meisten Ärzteturnieren in der fast 30-jährigen Geschichte der Schachmeisterschaften. 13 Mal war die Kurstadt mit dem besonderen Flair eine ebenso herzliche wie großzügige Gastgeberin für Schach spielende Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland. Im Schnitt besuchten rund 150 Mediziner die Turniere an der Ahr – und alle sind immer wieder gerne zurückgekehrt.

Der Spielort, das altehrwürdige und heute schwer beschädigte Kurhaus, ist vielen in bester Erinnerung. Ebenso das gegenüberliegende Hotel Steigenberger, in dem die meisten Teilnehmer während der Schachmeisterschaften untergebracht waren. Auch die Stadt selbst hat die Ärztinnen und Ärzte mit offenen Armen und großer Freude Jahr für Jahr empfangen. Die Schach spielenden Ärztinnen und Ärzte waren wirklich gern gesehene Gäste im Ahrtal.

Zum ersten Mal fand eine Ärzteschachmeisterschaft im Jahr 2002 in Bad Neuenahr statt. Es folgten vier weitere Turniere bis 2006. Nach einer Zwischenstation in Bad Homburg v.d. Höhe ging es 2009 an der Ahr weiter insgesamt noch acht Mal in Folge bis zum Jahr 2016. In dieser Zeit haben sich im Bad Neuenahrer Kurhaus zahlreiche namhafte Schachgroßmeister bei Simultanveranstaltungen die Ehre gegeben. Vlastimil Hort war fünfmal mit von der Partie, einmal trat er in einer Blindpartie gleichzeitig gegen acht Gegner an. Artur Jussopow war zweimal dabei, der Dresdener Großmeister Wolfgang Uhlmann, Alexander Naumann, Jörg Hickl und die Medizin-Studierende Filiz Osmanodja jeweils einmal. Immer mit dabei: Arzt und Großmeister Dr. med. Helmut Pfleger, der gemeinsam mit dem Autor dieser Zeilen in den Jahren 1992/93 die Schachmeisterschaften für Ärztinnen und Ärzte gegründet hat.

Die 13 Turniere in Bad Neuenahr haben einen entscheidenden Anteil an der guten Entwicklung der inzwischen traditionsreichen Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte. Es war die besondere Atmosphäre in dieser Region, in dieser Stadt, im Kurhaus und im Steigenberger Hotel, die den Geist der Ärzteschachmeisterschaften mitgeprägt hat. Bad Neuenahr, das kann man ohne zu übertreiben sagen, war und bleibt ein Eckpfeiler der Ärzteturniere, ohne den die überaus positive Geschichte der Ärzteschachmeisterschaften kaum darstellbar gewesen wäre.

Fotos von den Turnieren in Bad Neuenahr und verschiedene Ankündigungen und Berichte dazu können sich interessierte Leserinnen und Leser auf der Startseite und im Archiv unserer Internetseite aerzteschach.de anschauen. Vor allem die Fotos erinnern an die gediegene Schönheit des Kurhauses und der Spielsäle. Eine Schönheit und einzigartige Atmosphäre, die hoffentlich in den kommenden Jahren wiederentstehen werden.

Großmeister Helmut Pfleger wird im Rahmen seiner Schachspalten in der ZEIT Magazin am 16. September über die Flutkatastrophe und „unsere Zeit“ in Bad Neuenahr berichten.

Mehr über den Autor Josef Maus finden Sie auf der Seite Über MedChess