Das Poster zum Turnier zum Gratis-Download

Das Poster zum Turnier zum Gratis-Download

Jede Tradition lebt vom Nachwuchs. So please spread the word- wir freuen uns auf Familien genauso wie auf Einzelkämpfer. Den Beruf und mindestens ein Hobby haben wir alle gemeinsam.

Das Poster darf gerne als Wandzierde oder Werbung ausgedruckt oder per Messenger verteilt werden. Formate: pdf und jpg, 1701 x 2551 pixels.

Einladung zur 31. Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte

Einladung zur 31. Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schachfreunde und -freundinnen,

Der Verein Medchess e.V. lädt zum 4. Mal als Veranstalter zur 31. Deutschen Ärztemeisterschaft im Schnell- und Blitz-Schach zum März 2023 wieder nach Bad Homburg v.d.H. ein, erneut unter der großzügigen Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Alexander Hetjes.
Inzwischen sind viele große Schachturniere ohne „corona-bedingte Einschränkungen“ durchgeführt worden, ohne dass Infektionen am Schachbrett berichtet worden sind. Wir dürfen uns daher auf ein Turnier zu alten Bedingungen freuen, werden aber die allgemeinen Hygieneregeln hochhalten und bitten Sie um häufige Händedesinfektion und Abstand, wo möglich. Das bewährte Team mit GM Dr. Helmut Pfleger – zusammen mit Josef Maus die Seele unseres Turniers – , Hauptschiedsrichter Jürgen Dammann, Reinhold Faißt und dem Schachversand Mädler bleibt erhalten.
Wir dürfen dank Alexander Krauth als sehr große Hilfe wieder auf die logistische Unterstützung des Deutschen Ärzteblatts zählen. Ihm und Josef Maus verdanken wir auch die monatliche Durchführung unserer Ärzteblitzturniere.
Sie finden Satzung und Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder des Vereins hier auf unserer Seite, wie auch die Einladung zur Mitgliederversammlung am 25.3.23 um 18.30 Uhr im Kurhaus-Saal mit Tagesordnung, welche letztere auch angefügt sind.


Der Ablauf ist wie gewohnt. Den Zeitplan des Hauptturniers finden Sie weiter unten.


Die Mitgliederversammlung des Vereins „ Medchess e.V.“ findet am Samstag um 18.30 Uhr im Spielsaal statt. Sie wird nicht länger als eine Stunde dauern, so dass der Abend frei bleibt.

Das Hotel Maritim und das Parkhotel unterstützen uns auch dieses mal mit günstigen Konditionen für Turnierteilnehmer und Angehörige. Weitere Informationen zur Hotelreservierung ebenfalls weiter unten.

Freitag 24.03.23
18:00 Uhr Registrierung zum Turnier
19:00 Uhr Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg, Herrn Alexander Hetjes mit regionalem Buffet.
20:15 Uhr: Simultan und Blitzschach (3‘+2“)
Gegen 20:15 Uhr schließt sich das traditionelle Uhren- Handicap gegen Altmeister GM Dr. med. Helmut Pfleger und Simultanschach gegen Großmeister Professor Dr. Luca Shytaj, London an.

Prof. Shytaj ist in Albanien geboren, in Italien aufgewachsen, hat längere Zeit auch in Heidelberg gearbeitet und war 3 Jahre mit der besten deutschen Schachspielerin Elisabeth Pähtz verheiratet. Er ist Molekularbiologe mit bedeutsamen Arbeiten im Gebiet HI-Viren und SarsCov2 und hat es geschafft, neben seiner wissenschaftlichen Karriere auch die 3 nötigen Großmeisternormen zu erfüllen, eine davon 2016 in der deutschen Bundesliga und verkörpert so ideal die Kombination aus Medizin und Schach.

Prof. Shytaj wird bis Sonntag bleiben und am Samstag noch zu Gesprächen und ein paar Blitzpartien zur Verfügung stehen.

Alternativ und parallel dazu: unser beliebtes Blitzschachturnier, bei dem man sich bis in den späten Abend austoben kann.

Samstag 25.03.23

Samstag Nachmittag ist kein Rahmenprogramm vorgesehen.
18:30h Mitgliederversammlung Medchess e.V.

Sonntag 26.03.23
13:20h Siegerehrung. Seien Sie bitte rechtzeitig wieder im Spielsaal

Unsere beiden Turnierhotels unterstützen uns weiterhin großzügig und bieten auch dieses Jahr wieder Sonderkonditionen an, wofür wir uns bei Herrn Direktor Grunder vom Maritim-Hotel und der Familie Petry vom Parkhotel sehr herzlich bedanken. Im Gegenzug sollten auch wir beide Hotels unterstützen. Zur Hotelreservierung


Ihr Organisationsteam:
Prof. Peter Krauseneck, Josef Maus für „Medchess e.V.“
Hauptschiedsrichter Jürgen Dammann
Turnierleitung Alexander Krauth, Reinhold Faißt
Schachhaus Mädler Dresden https://www.schachhaus-maedler.de/

Zeitplan des Hauptturniers

Es werden insgesamt neun Runden an zwei Tagen gespielt. Die Bedenkzeit beträgt pro Spieler und Partie 25 Minuten plus 5 sec pro Zug. Daraus ergibt sich folgender Zeitplan für die Meisterschaft (Änderungen an den Turniertagen vorbehalten):


Samstag, 25. März 2023
09.00 Uhr – 09.20 Uhr ………………….. Begrüßung und Auslosung
09.30 Uhr – 10.30 Uhr ………………………………………….. 1. Runde
10.45 Uhr – 11.45 Uhr ………………………………………….. 2. Runde
12.00 Uhr – 13.00 Uhr ………………………………………….. 3. Runde


Mittagspause


14.30 Uhr – 15.30 Uhr ………………………………………….. 4. Runde
15.45 Uhr – 16.45 Uhr ………………………………………….. 5. Runde
17.00 Uhr – 18.00 Uhr ………………………………………….. 6. Runde
18.30 Uhr Mitgliederversammlung „Medchess e.V.“


Sonntag, 26. März 2023
09.30 Uhr – 10.30 Uhr ………………………………………….. 7. Runde
10.45 Uhr – 11.45 Uhr ………………………………………….. 8. Runde
12.00 Uhr – 13.00 Uhr ………………………………………….. 9. Runde

Hotelreservierung


Zimmerkontingente zu Sonderkonditionen stehen in folgenden Hotels zur Verfügung:


Maritim Hotel Bad Homburg
Ludwigstraße 3
61348 Bad Homburg v.d.Höhe
Telefon: 06172 660-138
Telefax: 06172 660-100
Mail: reservierung.hom@maritim.de
 Einzelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 115 Euro pro Zimmer
 Doppelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 140 Euro pro Zimmer


Parkhotel Bad Homburg
Kaiser-Friedrich-Promenade 53-55
61348 Bad Homburg v.d.Höhe
Telefon: 06172 / 801-0
Telefax: 06172 / 801-400
Mail: info@parkhotel-bad-homburg.de
➮L1 Einzelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 99 Euro pro Zimmer
➮L1 Doppelzimmer mit Bad/WC zum Tagespreis von 139 Euro pro Zimmer


Die aufgeführten Zimmerpreise verstehen sich jeweils einschließlich Mehrwertsteuer und Frühstück, zuzüglich einer Kurabgabe im Einzelzimmer von 3,10 Euro und im Doppelzimmer von 5,40 Euro pro Nacht.
Bitte beziehen Sie sich bei der Reservierung auf die Schachmeisterschaft, da Sie nur dann den günstigen Sonderpreis in Anspruch nehmen können. Außerdem bitten wir Sie, die Zimmerreservierungen so früh wie möglich vorzunehmen.

Einladung zur 4. Ordentlichen Mitgliederversammlung

am Samstag den
25.3.2023 um 18.30 Uhr im Großen Saal des Kurhauses, Louisenstr. 58,
61348 Bad Homburg v.d.H.
Tagesordnung

  1. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und
    der Beschlussfähigkeit
  2. Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Peter Krauseneck
  3. Bericht des 2. Vorsitzenden Dr. Joachim Hofstetter
  4. Bericht des Schatzmeisters Jürgen Dammann
  5. Bericht der Schriftführerin Monika Mädler
  6. Bericht Pressewart und Webmaster Dr. Jan Wähner
  7. Entlastung des Vorstandes
  8. Neuwahl des Vorstandes
  9. Verschiedenes -Anregungen – nächster Austragungsort
    Bamberg, den 03.Januar 2023
    1.Vorsitzender
Die ZEIT im Interview mit Helmut Pfleger

Die ZEIT im Interview mit Helmut Pfleger

Ein Gastbetrag mit freundlicher Erlaubnis der ZEIT.

Von MICHAEL ALLMAIER

Fotos JULIAN BAUMANN

Er kommt pünktlich, fast überpünktlich. So, wie man das (übrigens oft zu Unrecht) von einem Schachspieler erwartet. Und er hat tatsächlich einen Motiv-Pulli an – weiße Schachfiguren auf schwarzem Hintergrund. Helmut Pfleger, seit vierzig Jahren Schachkolumnist im ZEITmagazin. Schon sein halbes Leben berichtet er hier aus der Welt seines Sports. Nun soll er mal von sich erzählen, der Großmeister, Ex-Nationalspieler, Arzt, Therapeut, Moderator, Autor. Der »Tausendsassa«, das wäre wohl so ein Helmut-Pfleger- Wort. Nur dass er nie von sich selbst so spräche; er ist ein bescheidener, ausgesucht höflicher Mann von 79 Jahren. Statt den Interviewer zu sich nach München zu bestellen, schaut er in der Redaktion vorbei – ein bisschen scheu, wie ein Nachwuchsautor, der sich vorstellen möchte. Doch wenn er mal ins Erzählen kommt, wird es ihm warm im Pullover. Ob er ablegen dürfe? Das Hemd hat kein Schachbrettmuster, kariert ist es allerdings schon. 

Herr Pfleger, Sie waren für mich immer der Mann mit dem Teufelsrappen, der tapferen Mähre, dem galoppierenden Ross. Wer im Westdeutschland der Achtzigerjahre Schach gespielt hat, der kannte Sie. Und der wusste auch, dass bei Ihnen ein Springer nie bloß ein Springer war. Sie fanden immer die farbigsten Bilder für diesen schwarz-weißen Sport. 

Ich hoffe zumindest, dass dieser Teufelsrappe, von dem ich sprach, ein schwarzer Springer war. Es stimmt: Ich habe immer gern mit Metaphern gearbeitet. Und ich kann mir vorstellen, dass Leute davon genervt waren. Aber Sie müssen bedenken, wie populär Schach vor vierzig Jahren war. Eine Übertragung im dritten Programm konnte schon mal eine Million Zuschauer erreichen. Manche von denen kannten wahrscheinlich gerade mal die Züge. Auch denen wollte ich vermitteln, was gerade Spannendes passierte auf dem Brett. 

Woher kam dieser Schach-Boom damals? 

Schach hatte eine enorme politische Brisanz. Begonnen hatte das in den Siebzigern. Die Weltmeisterschaft Fischer – Spasski: USA gegen Sowjetunion. Dann Karpow – Kortschnoi: der sowjetische linientreue Kommunist gegen den Dissidenten. Ich weiß noch, wie Kortschnoi damals sagte, er höre in Karpows Tasche die Ketten rasseln. 

Welche Ketten? 

Die Ketten, mit denen seine Frau in Russland festgehalten wurde. Viktor Kortschnoi war kein Mann, der Menschen etwas nachsah. Zum Glück kam ich immer gut mit ihm aus. In den Achtzigern folgte auf ihn dann Kasparow als der junge Rebell, der aufbegehrt. So setzte sich das bis zur Wende fort. 

Die Bundesrepublik hatte damals selbst einen Weltklassespieler. Ja, Robert Hübner, der 1980 beinahe um den Titel gespielt hätte und es sich tragisch verdarb. Er hat in einer entscheidenden Partie eine simple Springergabel übersehen. 

Hübner war nicht gerade der Boris Becker des deutschen Schachs.

Nein, wirklich nicht. Ein hochgebildeter, unglaublich wortgewandter, aber etwas schwieriger Mann, der sich dem Rummel um ihn komplett verweigert hat. 

In dieses Vakuum traten dann Sie mit Ihren Kolumnen und Fernsehauftritten – als das Gesicht des bundesdeutschen Schachs. 

Ja, vielleicht war das meine Rolle. Ich war der Umgängliche, der Vermittler, der mit dem Teufelsrappen. So ein Wort wäre dem Hübner nie über die Lippen gegangen. 

Als Sie im Herbst 1982 Ihre erste Spalte im ZEITmagazin schrieben, waren Sie selbst einer der stärksten deutschen Spieler. Sie hätten eine eigene Glanzpartie zeigen können; stattdessen porträtierten Sie eine damals wenig bekannte 19-jährige Schwedin, die bei einem Turnier in London fast gegen Kortschnoi gewonnen hätte, unter der Überschrift »Furchtlose Pia«. War das ein Statement zu einer Zeit, als viele glaubten, Frauen hätten für Schach die falschen Gene? 

Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mehr. Ich kannte Pia Cramling schon eine Weile, seit 1978 in Buenos Aires; und ich mochte, wie angenehm und bescheiden sie war. Das geht mir bis heute mit meiner Kolumne so: Ich schreibe öfter über Leute, die mir sympathisch sind. Und mit Pia Cramling habe ich richtiggelegen. Sie wurde eine der besten Frauen im Schach und spielt noch heute sehr stark. 

Ich habe mir Ihr Debüt bei uns eben noch angeschaut. Es ist schon sehr Helmut Pfleger. Mit »Angriffswirbel« und »Pferdebraten« und Cramlings »schlauem Köpfchen«, das beinahe obsiegt. 

»Schlaues Köpfchen«? Ogottogott. Das ist wirklich lange her. 

Der Mauerfall war eine große Sache aus der Sicht eines Schachamateurs. Vorher dachte man vielleicht noch, man könnte spielen. Nun saßen einem selbst in der Bezirksliga Meister aus Bela- rus oder Usbekistan gegenüber, die unendlich viel besser waren. Schach war Nationalsport in der UdSSR, viel beliebter als etwa Fußball. Großmeister bekamen ein Gehalt vom Staat. Und nachdem sie dann ausreisen durften, kamen etliche nach Westen. Damals gab es hier einen Spitzenspieler, der eine Russenquote verlangte, damit nicht alle deutschen Trophäen irgendwo im Osten verschwanden. 

Ein Schach-Patriot? 

Nein, der kam selber aus Russland, nur schon lange vor der Wende. 

Sie spielten damals für Bamberg in der Bundesliga. 

Auch da wehte bald ein anderer Wind. Wir haben mal gegen Duisburg gespielt, da war mein Gegner der spätere Weltmeister Alexander Khalifman. Ich habe sogar gewonnen. Aber für den war das natürlich ein Ausrutscher. 

Sie waren immer stolz darauf, dass Sie als Amateur so weit gekommen sind. 

Nicht nur ich. Die westdeutschen Großmeister zu meiner Zeit waren Richter, Verleger, Computerspezialisten… Robert Hübner war Altphilologe, ich Arzt. Heute wäre das undenkbar. Da sind an der Spitze nur Profis. 

Ist das nicht ein Elend für Sie als Kolumnisten? Früher ließen sich Spitzensportler auf einer Trage ans Brett rollen, spuckten auf einen Regierungserlass oder schnitten Grimassen wie die Psychos aus Horrorfilmen. Heute herrschen die netten Nerds. 

Die Spieler von heute sind ruhiger, vernünftiger, vielleicht sogar netter – und bestimmt einseitiger geworden. Aber es gibt immer noch eine Menge Charaktere. 

Von Schachspielern glaubt man gerne, sie seien besonders schlau. Sie haben als Psychologe in diese Richtung geforscht. 

Dass Schach Menschen klüger macht, kann ich nicht belegen. Man muss wohl schon etwas mitbringen, um dieses Spiel zu mögen. Aber anscheinend hilft es dabei, den Verstand wachzuhalten, wenn man älter wird. Mein Proband dafür war Viktor Kortschnoi, der noch mit 80 Jahren, bis kurz vor seinem Tod, ein erstklassiger Spieler war. 

Ich hatte vor, Sie zu fragen, ob Schachspieler Wahrheitssucher sind. Nur weisen die Nachrichten gerade in eine andere Richtung. 

Meinen Sie Hans Moke Niemann (den 19-jährigen amerikanischen Großmeister, der gerade Partien gewinnt, wie es sonst nur Computer können, Anm. d. Red.)? Ich hatte von dem kaum gehört, bis die Betrugsvorwürfe kamen. Geschwindelt wurde immer im Schach: erst mit dem Taschenbrett auf der Toilette, wo man die Züge nachspielte, dann dank der Technik immer raffinierter. Verhindern kann man so etwas nicht. Und ihm wurde nichts nachgewiesen. 

Ich dachte eher an Sergej Karjakin, der vor sechs Jahren um den Weltmeistertitel spielte und nun für viele Turniere gesperrt ist, weil er als Russe Propaganda für Putin macht … 

… anders als viele russische Spieler, die gegen den Krieg pro- testieren. Es ist unsäglich, was Karjakin für einen Mist verzapft hat. Aber wie ich ihn einschätze, glaubt er, was er sagt. Ein naiver junger Mann, im Privaten sicher ein netter Kerl. Und einer, der bestimmt nie beim Schach betrügen würde. 

Darf ich Ihnen ein letztes Mal mit einem Helmut-Pfleger-Wort kommen? 

(höfliches Schweigen) 

»Herrlich«, damit beschreiben Sie die Züge, die man in Ihren Rätseln finden soll. »Wunderbar« ist auch so ein Wort. Oder »prächtig«. 

Sie haben über 2000 Schachkolumnen für uns geschrieben. Das macht gute 30 für jedes Feld. 

Ja, mich begeistert das immer noch, wenn sich eins ins andere fügt. Eine zwingende Logik, die zuerst überrascht. Und wenn man sie dann verstanden hat, ist alles richtig und gut. 

Ich habe mir einen Trick ausgedacht, um Ihre Aufgaben zu lösen. Ich probiere als Erstes den Zug, der am meisten Material verliert.

Ich hatte mal einen Leser, einen starken Spieler, der meine Texte mochte. Nur die Aufgaben passten ihm gar nicht. 

Dass man da immer die Dame opfert, war ihm zu vulgär. Aber ich sehe es an den Einsendungen: Die Rätsel sind schon zu schwer. 

Stimmt es, dass ein besonders treuer Leser Ihnen über Jahre seine Lösungen in der Form von Aquarellen geschickt hat? 

Ja, ich habe mittlerweile eine stolze Sammlung davon. 

Und hat er immer das richtige Opfer gefunden? 

Das war ein so netter Mann. Und so ein aufrichtiges Bemühen. Leider lag er fast immer daneben. 

Valokulta präsentiert: Der Schachbrettkalender 2023

Valokulta präsentiert: Der Schachbrettkalender 2023

Das Aerzteschachturnier von Freitag Abend bis Sonntag Mittag ist bereits vermerkt.

Liebe Schachfreunde, das finnische Alter Ego eures Webmasters hat einen Schachkalender der etwas anderen Art geschaffen. Dem Schachbrett nachempfunden sind sowohl die Kalenderbilder als auch die Kalenderseiten quadratisch und letztere sogar komplett als Schachbrett gestaltet, was einiges an Tüftelei erforderte: Wie bekommt man 7 Wochentage in ein 8×8 Quadrat, ohne die Orientierung zu verlieren? Es gibt eine deutsche und eine internationale Version des ganzen, jew. mit oder ohne Bildseiten.

Die Seite öffnet in einem neuen Tab; es ist eine sichere https-Verbindung.

A4-Druck und Zuschnitt auf Quadrat, größere Größen sind bei 5000px² kein Problem

Neue Schachspalte im ZEIT-Magazin erschienen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schachfreunde,

in seiner neuesten Schachspalte  im ZEIT-MAGAZIN erinnert Dr. med. Helmut Pfleger an die Anfänge der langjährigen Schachfreundschaft zwischen dem Naumburger Schachclub von Jens-Frieder Mükke und dem Starnberger SC von Dr. med. Ulrich Fincke. Die beiden Clubs, deren Protagonisten sich auf der Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte kennengelernt und befreundet hatten, trafen sich jährlich wechselnd in Naumburg und Starnberg zu spannenden Turnieren. Bislang fand das Treffen 20 Mal statt.

Jens-Frieder Mükke war am 10. Juni dieses Jahres plötzlich verstorben – ein bis heute tief sitzender Schock für seine vielen Schachfreunde, allen voran für Dr. med. Ulrich Fincke. Helmut Pfleger greift bei seiner aktuellen Schachaufgabe auf eine Partie von Jens-Frieder Mückke beim Ärzteturnier 2009 zurück und fragt: „Wie eroberte er als Weißer am Zug zwangsläufig die schwarze Dame?“
 
Und hier der Link zum Beitrag von Dr. Helmut Pfleger:

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2022/41/schach

Herzliche Grüße

Ihr Ärzteschach-Team


Das „Schachwunderland“ eröffnet seine Pforten

„Schachwunderland“, die Ausstellung zu Kunst und Humor im Schach zeigt vom 30.10. bis zum 24.11.2022 die Vielfalt des Humor in Filmen während der Ausstellung (zum Beispiel den Stummfilm „Schachfieber“), in Parodien, Humoresken, Gedichten, in Cartoons, Comics, satirischen Darstellungen, in künstlerisch gestalteten Schachfiguren, in Schachscherzen u.v.m..

Schach wird mit allen Sinnen erlebbar sein, so das Ziel der Ausstellungsmacher.

Frank Bicker, Vereinsvorsitzender des Vogtländischen SC Plauen 1952 e.V. lädt uns und unsere Kolleginnen und Kollegen ein, Schach von der humorvollen Seite zu erleben.

Zudem gibt ein Jubiläumsschachturnier, zu welchem wir auch herzlich eingeladen sind.

Neue Schachspalte von Dr. Helmut Pfleger in der ZEIT

Die neue Schachspalte von Dr. med. Helmut Pfleger ist im ZEIT-MAGAZIN erschienen. Dr. Pfleger berichtet darin über den renommierten Virologen und Schachgroßmeister Luca Shytaj, der in den vergangenen vier Jahren in Heidelberg sowohl zu HIV als auch zu Covid-19 geforscht hat. Shytaj, in Albanien geboren und im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern nach Italien gekommen, hat die albanische und italienische Schachmeisterschaft gewonnen und vertrat zuerst mehrere Male Albanien und dann auch Italien bei den Schacholympiaden.

Helmut Pfleger hat für seine Schachspalte eine Partie Shytajs gegen Fernando Braga aus der deutschen Bundesliga ausgewählt. Er fragt, mit welchem Zug Shytaj als Weißer gegen Braga ein Matt oder einen Damengewinn erzwang.“

Und hier der Link zum Beitrag von Dr. Helmut Pfleger:

Nachruf auf Jens-Frieder Mükke

Foto: „Lichtbögen“ by Valokulta


von Dr. med. Ulrich Fincke und Josef Maus

Einen Nachruf auf einen Freund schreiben? Wo fange ich da an?
Jens-Frieder hatte ich vor über 20 Jahren beim Ärzteschachturnier kennengelernt. Ich glaube, es war in Bad Neuenahr. Wir kamen ins Gespräch. Seine Heimatstadt war Naumburg, ich bin in Halle an der Saale geboren und aufgewachsen. Inzwischen lebe ich seit vielen Jahren in Starnberg. Und so wurde bald die Idee geboren, dass sich unsere Schachvereine doch gegenseitig besuchen könnten. Seither fuhr nun eine Starnberger Mannschaft in dem einen Jahr nach Naumburg, im darauffolgenden kam die Naumburger Mannschaft nach Starnberg. Neben dem obligatorischen Vergleichskampf standen die persönlichen Beziehungen im Vordergrund, gab es immer kulturelle und kulinarische Erlebnisse. Aus Begegnungen wurden Freundschaften.
Vor vier Jahren hatte Jens-Frieder dann einen schrecklichen Verkehrsunfall, den er knapp überlebte. Erfreulicherweise kam es zu einer zunehmenden Besserung. So konnte er auch wieder aktiv Schach spielen und am Ärzteschachturnier teilnehmen. Sogar unsere Schachvereine besuchten sich wieder gegenseitig. Zuletzt kamen die Naumburger Ende April dieses Jahres.
Um so fassungsloser war ich jetzt, als ich die Nachricht von Jens-Frieders plötzlichem Tod erhielt, denn über das Schach hinaus war eine langjährige persönliche Freundschaft entstanden. Den Kontakt zum Naumburger Schachverein möchte ich aufrechterhalten und die gegenseitigen Besuche im Andenken an Jens-Frieder fortsetzen.
Dr. Ulrich Fincke

Das erste Jahr, in dem Jens-Frieder Mükke an der Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte teilnahm, war das Jahr 1998. Es war die sechste Meisterschaft in Folge, die zweite in Baden-Baden, und es waren weit mehr als 100 Ärztinnen und Ärzte am Start. Der „Novize“ aus Naumburg (Saale) schaffte es in einem sehr starken Teilnehmerfeld auf Anhieb auf Platz fünf – und damit auf die vordersten Siegerplätze.
Seit diesem fulminanten Einstieg war Jens-Frieder Mükke regelmäßig dabei, wenn auch nicht immer, aber immer dann, wenn es ihm möglich war. Am Ende waren es 20 der insgesamt 30 Ärzteschachmeisterschaften, bei denen der Name Jens-Frieder Mükke in den Ergebnislisten vermerkt war. In der „Ewigen Tabelle“ der Ärzteschachmeisterschaften, die Dr. med. Branko Spasojevic in akribischer Arbeit erstellt hat, rangierte Jens-Frieder mit seiner bis dahin erspielten Gesamtpunktzahl vor dem 30. Turnier auf Platz 24 von insgesamt mehr als 700 Ärztinnen und Ärzten!
Dass Schach einen ganz hohen Stellenwert in seinem Leben hatte, war jedem klar, der das Glück hatte, ihn kennengelernt zu haben. So kann es nicht verwundern, dass der begeisterte und auch international renommierte Sammler von Schachuhren und Schachfiguren aus mehreren Jahrhunderten Spuren in der hiesigen Schachwelt hinterlassen hat. Und das trifft auch auf den Menschen Jens-Frieder Mükke zu, über den Dr. med. Helmut Pfleger, Arzt und Internationaler Schachgroßmeister sowie Gründer und Mentor der Schachmeisterschaften für Ärztinnen und Ärzte, sagt: „Bei Jens-Frieder beeindruckte mich immer seine Geradlinigkeit im Denken und Handeln und sein zutiefst in ihm verwurzelter Optimismus in allen Lebenslagen, der ihn gerade in der Zeit nach seinem schweren Verkehrsunfall vor vier Jahren immer nach vorn blicken ließ und die Fortschritte in seiner Genesung freudig begrüßte. Natürlich war ihm dabei seine Frau Ines, stetig und liebevoll an seiner Seite, eine unschätzbare Hilfe – als internistisch tätige Hausärztin konnte sie ihn obendrein auch fachlich begleiten.”
Aus vielen persönlichen Gesprächen am Rande der jüngsten Ärzteturniere weiß ich, dass Jens-Frieder neben seiner allgemeinen und beruflichen Rehabilitation nach dem äußerst schweren Verkehrsunfall seinen festen Willen und seine Kraft auch auf weitere Teilnahmen an den traditionellen Schachmeisterschaften für Ärztinnen und Ärzte gerichtet hatte. Und dieses Ziel konnte er glücklicherweise erreichen. Es war ihm nach der unfallbedingten Zwangspause noch viermal vergönnt, bei den Turnieren in Bad Homburg am Schachbrett zu sitzen – und trotz seiner schweren Beeinträchtigungen dreimal 6 Punkte und einmal 4,5 Punkte aus neun Runden zu holen. Auch die Jubiläumsmeisterschaft zum 30. Turnier war dabei.
Während der Partien am Schachbrett wirkte er auf mich irgendwie unverändert: still, konzentriert und immer wieder mal mit einem leisen und freundlichen Lächeln auf den Lippen.
Jens-Frieder Mükke starb plötzlich und unerwartet am 10. Juni 2022 im Alter von nur 57 Jahren. Wir alle werden ihn vermissen.
Josef Maus

Jens-Frieder Mükke
* 27 Mai 1965 # 10. Juni 2022